Wir begleiten Sie bei jedem Schritt Ihrer Schwangerschaft. Von der Mutterschaftsvorsorge angefangen, über den Entbindungstermin, den Mutterpass, Ultraschalluntersuchungen bis hin zu Laboruntersuchungen oder Cardiotokogrammen, welche die Herztöne Ihres Ungeborenen aufzeichnen.

Wir möchten Sie dabei unterstützen, die Zeit Ihrer Schwangerschaft so angenehm wie möglich zu erleben. Daher beraten wir Sie zu all Ihren Fragen umfassend und nehmen uns Zeit für Sie. Vereinbaren Sie doch gleich einen Termin!

Schwangerschaftskontrollen

Kinderwunsch – was ist zu beachten?
Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sollten Sie folgendes beachten:

  • Sind Sie gegen Röteln geimpft oder haben Sie die Röteln sicher gehabt?
    Schauen Sie in Ihrem Impfbüchlein nach oder fragen Sie Ihre Eltern. Im Zweifelsfall lässt sich der Antikörpertiter bestimmen
  • Bereits vor der Empfängnis wird die Einname von 0,4mg Folsäure pro Tag zur Verminderung des Risikos auf Spina bifida (sog. „offener Rücken“) empfohlen.
    Wenn Sie mit der Verhütung aufhören, stellen wir Ihnen gerne ein entsprechendes Rezept für ein Folsäure-Vitaminpräparat aus. (z.B. für Elevite pronatal oder Acidum follicum Streuli).
  • Haben Sie einen ausreichenden Versicherungsschutz? Falls Sie mit Ihrem Arzt in einer Privatklinik entbinden möchten, ist in der Regel eine Zusatzversicherung (Privat oder Halbprivat) nötig, damit sämtliche Kosten gedeckt sind. Denken Sie rechtzeitig daran, da während der Schwangerschaft kein Wechsel mehr möglich ist. Einige Versicherungen verlangen sogar eine Karenzfrist von bis zu zwei Jahren!

Erste Zeichen einer Schwangerschaft

In der Regel bedeutet das Ausbleiben der Periode das erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Mit den heutigen Schwangerschafts-Tests lässt sich bereits nach wenigen überfälligen Tagen im Morgenurin eine Schwangerschaft nachweisen (bei uns in der Praxis oder in einer Apotheke)
Bei positivem Test empfehlen wir eine erste Kontrolle 6-8 Wochen nach der letzten Menstruation (ab diesem Zeitpunkt lässt sich die kindliche Herzaktion nachweisen und gleichzeitig eine Eileiterschwangerschaft ausschliessen).
Berechnung des voraussichtlichen Geburtstermin:
Die Schwangerschaft dauert durchschnittlich 40 Wochen oder 281 Tage ab 1.Tag der letzten Periode. Wir Geburtshelfer rechnen meistens in Schwangerschaftswochen (SSW). In der Bevölkerung wird häufig in Monaten gerechnet (Dauer 9 Kalendermonate oder 10 Mondmonate à 4 Wochen pro Monat). Der Termin kann mittels Früh-Ultraschall am genausten berechnet werden.
Berechnungsformel nach Naegele:

 

Schwangerschaftskontrollen

Während in den meisten europäischen Ländern monatliche Kontrollen vorgeschrieben sind, hat unsere Bundesrätin Ruth Dreifuss den schweizer Frauen im neuen KVG, entgegen den Empfehlungen der gynäkologischen Gesellschaft, lediglich 8 Kontrollen zugestanden! Ebenso werden nur 2 Routine-Ultraschalluntersuchungen bezahlt (im übrigen Europa und in den USA sind es meist deren drei!). Diese Korrektur erfolgte erst nach massivem Protest der Frauen und der Aerzteschaft. Selbstverständlich werden wir bei Problemen in der Schwangerschaft zusätzliche Kontrollen durchführen und entsprechend begründen. Auf Wunsch können wir auch weitere Ultraschallkontrollen vornehmen, welche jedoch von der Patientin selber zu bezahlen sind (Möglichkeit von Videoaufnahmen).
Bei jeder Konsultation werden Blutdruck, Gewicht, Urin, Hämoglobin, das Wachstum des Bauchs, das Scheidensekret und die kindlichen Herztöne kontrolliert. Zusätzlich werden spezielle Untersuchungen gemäss folgender Tabelle durchgeführt:

6.-8.SSW Krebsabtrich / Erster Nachweis der kindlichen Herztöne /
Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft
Blutentnahme für Blutgruppenausweis, Antikörper, Infektionsstatus
10.-12.SSW 1.Routine-Ultraschall: Ausschluss von Mehrlingen, Kontrolle der groben Anatomie, Ausschluss einer Nackenfalte (Hinweis auf Trisomie 21)
Überprüfung des Geburtstermins
Ev. Grippeimpfung nach abgeschlossener 12. Woche
15.-17.SSW Bluttest auf Spina bifida (AFP Bestimmung) oder Erbgutstörungen
(AFP-Plus-Test od.Trippeltest falls Ersttrimester Test verpasst).
Zeitpunkt für eventuelle Fruchtwasseruntersuchung
21.-22.SSW 2.Routine-Ultraschall: Ueberprüfung der kindlichen Organe
Rhesus-Antikörper falls negativ
26.-27.SSW Ev.Zuckerbelastungstest zum Ausschluss des Schwangerschafts-
Diabetes
31.-32.SSW Rhesus-Antikörper falls negativ. Anti-D Prophylaxe
35.-36.SSW Feststellen der kindlichen Lage (-> Leopold’sche Handgriffe)
Ev. 3.Ultraschall bei Verdacht auf Steisslage oder Wachstumsstörung
38.-40.SSW Rhesus-Antikörper falls negativ
Ev. erster Monitor (CTG) falls Kontraktionen
ab 40.SSW Bei Terminüberschreitung Kontrollen 2x wöchentlich mit CTG und
Ultraschall zur Ueberprüfung der Fruchtwassermenge und des kindlichen Wohlbefindens.

Solange Mutter und Kind wohlauf sind, kann mit einer Geburtseinleitung bis etwa 10 Tage über Termin zugewartet werden. Bestehen Anhaltspunkte für eine verminderte Leistung der Plazenta (Abnahme der Kindsbewegungen und der Fruchtwassermenge) oder für eine Schwangerschaftsvergiftung (=Gestose) bei der Mutter muss die Geburt bereits früher eingeleitet werden.

Geburtshilfe

Schwangerschaftskontrollen

  • Was soll bei Kinderwunsch beachtet werden?
    Nachweis der Schwangerschaft u. Berechnung des Termins
    Erstellen eines eigenen Schwangerschafts-Kalenders
    Überblick über die Routine-Schwangerschaftskontrollen
  • Ultraschall Routine-Untersuchung (Screening)
    Erklärungen zu den Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft. Was erwarten wir von der Untersuchung zu welchem Zeitpunkt.
  • Ultraschall-Messungen
    Welche Messungen führen wir durch
  • Ultraschall Darstellung der kindlichen Organe
    Bilder der wichtigsten kindlichen Organe, welche bei der Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft dargestellt werden.
  • Ultraschall-Bildergalerie
    Wir zeigen Ihnen Bilder eines Kindes mit 20 Wochen, sowie einige Detailaufnahmen von Körperteilen. Vielleicht gelingt es Ihnen beim nächsten Arztbesuch das Geschlecht Ihres Kindes selber ausfindig zu machen…?
  • Farbdoppler
    Beispiele der farbigen Darstellung des Blutflusses durch verschiedene Gefässe des ungeborenen Kindes. Diese Technik erlaubt die Beurteilung des kindlichen Zustandes besonders bei Risikoschwangerschaften
  • Pränatale Diagnostik (Amniozentese und Chorionbiopsie)
    Erklärungen und Illustration zur Fruchtwasserpunktion, Chorion-
    biospie und Genanalyse

Schwangerschafts-Ultraschall: die Routineuntersuchung (Screening)

Ultraschall ist die einzige Methode, mit dem wir das ungeborene Kind in der Gebärmutter direkt beobachten können. Seit bald 40 Jahren wird Ultraschall in der Schwangerschaft angewendet. Bis jetzt konnte nie ein schädlicher Einfluss auf das Kind oder die Mutter nachgewiesen werden. Die Ultraschalltechnik orientiert sich an der Natur und benützt Schallwellen im nicht hörbaren Bereich, um die Echos mittels komplizierter Computerberechnung in lesbare Bilder umzuwandeln (vergleichbar zur Orientierung der Fledermäuse in ihren Höhlen oder der Delphine in den Meeren).

Was können wir mit Ultraschall feststellen?

Früh-Ultraschall zwischen 10.-12.Schwangerschaftswoche

  • Lebt das Kind?
  • Wieviele Kinder wachsen heran?
  • Ist die SS in der Gebärmutterhöhle?
  • Hinweise für eine Eileiterschwangerschaft?
  • Stimmem die Messungen mit der Schwangerschaftsdauer überein?
  • Berechnung des genauen Geburtstermins mittels Scheitel-Steiss und Kopf-Messung
  • Stimmen die kindlichen Proportionen?
  • Besteht ein Nackenoedem?
  • Sind Kopf, Körper, Arme und Beine vorhanden?
  • ev. erste Hinweise für offenen Rücken oder nicht verschlossene Bauchdecken
Ultraschall zwischen 18.-22.Schwangerschaftswoche: Organscreening
  • Messung von Kopf, Bauch, Beinlänge
  • Sind die Bauchorgane normal?
  • Ist das Wachstum gleichmässig?
  • Ist die Blase normal gefüllt?
  • Wo liegt die Plazenta? Aussehen?
  • Beurteilung von Arme, Hände, Beine, Füsse
  • Ist die Kopfform und das Hirn normal?
  • Ist die Wirbelsäule normal?
  • Beurteilung von Herz und Lunge
  • Bestehen Myome?
Spät-Ultraschall (nach 32 Wochen)  oder bei besonderen Fragestellungen:
  • vaginale Blutungen
  • Verlaufskontrolle bei kindlichen Problemen
  • unklare Unterbauchschmerzen
  • Steisslage: Bestimmung des Kindsgewichts
  • Vorzeitige Wehen
  • nach riskobehaftenden  Infektionen
  • mangelnder Bauchwachstum
  • Bei Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Plazenta Tiefsitz (Plazenta praevia)
  • Bei Problemen unter der Geburt
  • Verlaufskontrolle bei Mehrlingen
  • Bei Problemen im Wochenbett

Bei besonderen Problemen im letzten Schwangerschaftsdrittel kann eine Blutflussmessung mit dem Doppler-Ultraschall hilfreich sein.

Der Routine-Ultraschall

Eine wichtige Aufgabe des Ultraschalls ist die Ausmessung des Kindes zur Bestimmung des genauen Geburtstermins und des zeitgerechten Wachstums. Zu Beginn der Schwangerschaft sind alle Kinder gleich klein, so dass die Messungen vor der 12. Woche die genauste Bestimmung des Geburtstermin erlaubt. Zu diesem Zeitpunkt lassen sich auch Mehrlings-Schwangerschaften erkennen und dabei die Anlage der späteren Plazenta (Mutterkuchen) und der Eihäute untersuchen.
Spätere Messungen geben Hinweise auf das gleichmässige Wachstum und Mangelentwicklungen. Dabei werden auch Fruchtwassermenge, Plazentaverkalkungen und kindliche Bewegungsmuster beobachtet. In bestimmten Fällen kann die Blutflussmessung in den Gefässen (Doppleruntersuchung) hilfreich sein.

Nachfolgend einige typische Beispiele von Messungen beim Routine-Ultraschall:

fruhFrüh-Ultraschall (10.-12.SSW)

Das Kind ist in seiner eigentlichen Fruchthülle sichtbar (=Amnionhöhle).
Die Messung der Scheitel-Steiss- Länge ergibt die genauste Ermittlung des Geburtstermins. Weiter sehen wir:
– ob das Kind lebt
– wieviele Kinder heranwachsen
– ob ein Nackenoedem vorliegt
– ob der Dottersack normal ist

drillin1Früh-Ultraschall (Beisp. Drillinge)

Mittels Früh-Ultraschall lässt sich die Anzahl heranwachsender Kinder darstellen. Wichtig ist dabei auch die Beurteilung der Fruchthöhlen (Amnion) und des zukünftigen Mutterkuchens (Chorion). Falls sich die Kinder Amnion und Chorion teilen, muss mit Komplikationen zu gerechnet werden.

bpd1Biometrie (18.-22.SSW)

Die Messung des Kopfdurchmessers wird zur Ueberprüfung des Geburtstermins herangezogen. Eine frühzeitige Verminderung des Kopfwachstums kann ein Hinweiszeichen für eine Störung des Erbgutes sein

abd1Biometrie (18.-22.SSW)

Die Messung des Bauchdurchmessers (Abdomen-Durchmesser) zeigt, ob das Kind symmetrisch wächst. In der späteren Schwangerschaft kann daraus das Kindsgewicht abgeleitet werden.

femur1Biometrie (18.- 22.SSW)

Die Messung der Oberschenkel- knochenlänge (Femurlänge) gibt auch einen Hinweis auf das symmetrische Wachstum des Kindes. Bei kurzem Femurknochen muss an eine Trisomie 21 gedacht werden.

usdop2Spät-Ultraschall (nach 32 Wochen)

Bei Verdacht auf Mangelentwicklung oder bei anderen Schwangerschafts- Komplikationen kann nebst Messung der kindlichen Grösse (siehe Biometrie) auch der Blutfluss in den Gefässen mit dem Doppler gemessen werden. Das Verhältnis der Flussgeschwindigkeiten A und B innerhalb des Herzzyklus spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch wird die Fruchtwassermenge beurteilt. Vor der Geburt kann auch die kindliche Position und die Lage der Plazenta überprüft werden.

Schwangerschafts-Ultraschall: kindliche Anatomie

Mittels Ultraschall lassen sich bereits im Mutterleib die kindlichen Organe darstellen. Wird ein spezieller Befund erhoben, kann Ihnen die Untersuchung wichtige Entscheidungsgrundlagen liefern. Bereits im Früh-Ultraschall (10. – 12. Woche) kann die grobe Struktur des Kindes beurteilt werden (stimmt das Verhältnis Kopf-Körper? / sind Arme und Beine vorhanden? besteht ein Nackenodem?). Besonders hilfreich ist der 3D-Ultraschall, wo die kindlichen Gliedmassen zu diesem Zeitpunkt besonders gut dreidimensional dargestellt werden können. Die eigentliche Routine-Untersuchung (=Screening) zur Darstellung der Organe findet zwischen der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche statt. Die modernen Ultraschallgeräte erlauben heute – wie die nachfolgenden Beispiele zeigen – einen differenzierten Blick in den kindlichen Körper. Denken Sie aber auch daran, dass aus verschiedenen Gründen nicht jedes Problem erkennbar ist!

usnackenNackenoedem

Das Nackenoedem (Wasserstau unter der Nackenhaut) ist ein wichtiges Hinweiszeichen für das Vorliegen einer Erbgutstörung (meist Trisomie 21 oder 18). Das Phänomen findet sich meist nur zeitlich beschränkt zwischen der 9. und 16. Schwangerschaftswoche. Diese Messung fliesst auch in den sog. Ersttrimester-Test ein, welcher eine Risikoeinschätzung für das Vorliegen einer Trisomie 21 bietet. Als weitere Abklärung empfiehlt sich eine Fruchtwasserpunktion oder Chorionbiopsie.

herz4Herz 4-Kammerblick

Lassen sich alle 4 Herzkammern darstellen, so kann bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit ein folgenschwerer Herzfehler ausgeschlossen werden.
RV= rechter Ventrikel (Herzkammer)
RA= rechtes Atrium (Vorkammer)
LV= linker Ventrikel
LA= linkes Atrium

herzGrosse Herzgefässe

Der Abgang der grossen Herzgefässe lässt sich in verschiedenen Ebenen darstellen. Hier eine seitliche Ansicht.
P= pulmonal Arterie (Lungenarterie)
DB= Ductus botalli (Gefässverbindung die sich nach der Geburt schliesst)
AD= Aorta descendens (Bauchschlagader)

wirbelWirbelsäule

Durch Darstellung der Wirbelsäule in verschiedenen Schnittebenen kann das Vorliegen einer spina bifida (sog. offener Rücken) ausgeschlossen werden. Dabei werden nicht nur die einzelnen Wirbelkörper betrachtet sondern auch ob diese durchgehend mit Haut gedeckt sind.

Auch hier kann der 3D Ultraschall weiterhelfen, die Anatomie der Wirbelsäule plastisch darzustellen

blaseBlase und Nieren

Sieht man eine gefüllte Blase, ist dies ein indirekten Beweis, dass das Kind funktionstüchtige Nieren hat. Die Nieren selbst sind oft schwieriger zu sehen, können aber nach der 20.Woche mit guten Ultraschallgeräten ebenfalls dargestellt werden. Im Bild sieht man auch die geschlossene Bauchdecke.
Mit dem Farbdoppler können wir bei Bedarf auch die Nierenarterien darstellen

hand3Arme und Hände

Während der Arm meist problemlos zu sehen ist, braucht es zur Darstellung der Hand und der Finger meist Glück und Geduld, da das Kind im Bauch die Hand meist zu einer Faust geschlossen hat.

Im 3D Ultraschall lassen sich Hände und Füsse besonders schön darstellen, was besonders bei Verdacht auf eine Fehlbildung (z.B. Klumpfüsse) weiterhilft.

beinBeine und Füsse

Die unteren Extremitäten lassen sich meist ohne Probleme sehen. Mit einen geeigneten Schnitt durch Unterschenkel und Fuss kann das Vorliegen eines Klumpfusses ausgeschlossen werden (Klumpfüsse finden sich gehäuft bei Störungen des Erbgutes).

gesichtKindliches Gesicht

Bei günstiger kindlicher Lage kann das Gesicht im Profil (siehe Bild bei Blase und Nieren oder Bildergalerie) oder wie hier von vorne dargestellt werden. Während Lippenspalten eher gesehen werden, ist der Nachweis einer Gaumenspalte schwieriger. Dank 3D Ultraschall lässt sich das Gesicht weit besser beurte

3D / 4D Ultraschall

Seit einiger Zeit verfügen wir über das modernste 3D Ultraschallgerät, mit dem sowohl in der Geburtshilfe, als auch in Gynäkologie teils spektakuläre Aufnahmen erzielt werden können.
Mit Hilfe der 3D Technologie lässt sich in der Schwangerschaft die kindliche Anatomie noch besser darstellen. In den ersten 3 Monaten kann mit Hilfe der 3D Vaginalsonde das Kind in seiner Integrität sehr schön dargestellt werden (Kopf – Körper – Arme und Hände – Beine und Füsse). Später in der Schwangerschaft können weitere Details mit der 3D Abdominalsonde (über Bauchdecke) plastisch aufgezeichnet werden (Gesicht – Genitale – Finger und Zehen – usw.). Die Qualität der Aufnahmen hängt massgeblich von der kindlichen Lage und vom Fruchtwassergehalt ab: um schöne Bilder zu erzielen, ist es absolut notwendig, dass vor der zu untersuchenden Körperregion ausreichend Fruchtwasser liegt, ansonsten das Ultraschallgerät nicht in der Lage ist, die Körperkonturen zu berechnen und zu zeichnen.
Unsere eigenen Halbprivat- und Privatpatientinnen, welche wir geburtshilflich betreuen, profitieren automatisch von dieser neuen Technologie. Wir bieten zusätzlich auch fremden Schwangeren an, 3D Bilder und 4D Sequenzen (= bewegte live 3D Darstellung) zu erstellen. Preise siehe unten auf dieser Seite.

3D Bilder aus den ersten drei Monaten der Schwangerschaft

kind8woKind 8 Wochen: Die Nabelschnur und die beginnende Aussprossung von Armen und Beinen ist sehr schön zu erkennen. Die Anzahl Kinder bzw. der Ausschluss einer Mehrlingsschwangerschaft lässt sich zu diesem Stadium auch sehr schön fesstellen.

kind12woKind 12 Wochen: Die Extremitäten mit Händen und Füssen kann zu dieser Zeit sehr schön dargestellt werden. Ebenso sieht man das normale Verhältnis von Kopf und Körper, so dass eine erste Beurteilung der Anatomie möglich ist.

kind18woKind 18. Woche: Arme und Beine sind gut zu sehen.

kind19woKind 19.Woche: Die gute Darstellung ist nur dank der ausreichenden Fruchtwassermenge und der günstigen Kindslage möglich. Zu dieser Zeit wirkt aber das Gesicht etwas „knöchernd“, weil die Gesichtszüge durch die fehlenden Fettpolster noch nicht fertig geformt sind.

genitalexxWeibliches Genitale: Die Schamlippen sind gut zu erkennen.

genitalexyMännliches Genitale: Hoden und Penis lassen sich gut erkennen.

gesicht_hand26woGesicht und Hände mit 26 Wochen: Dank ausreichender Fruchtwassermenge vor dem Gesicht und idealer Kindslage, lässen sich hier die Gesichtszüge und die Hände besonders gut erkennen. Dies gelingt aber nicht immer so gut!

gesicht36woGesicht mit 36 Wochen: Durch die Fettpolster und Bäckchen sind jetzt die menschlichen Gesichtszüge besser zu erkennen.

Auf Grund des schlecht abschätzbaren Zeitaufwandes schreiben wir Schwangere für 3D-Ultraschall vorzugsweise am Ende der Sprechstunde ein. Bitte beachten Sie, dass die Qualität der Bilder massgeblich von der kindlichen Lage und der Fruchtwassermenge abhängt. Ein geeigneter Zeitpunkt liegt zwischen der 10. und 12. Schwangerschaftswoche für 3D Bilder mittels Vaginalsonde (Kind ganz darstellbar) oder ab der 26. Woche für Detailsaufnahmen von Gesicht oder anderen Körperteilen. Je nach kindlicher Lage sind um 20 Wochen auch sehr schöne bewegte 4D-Bildersequenzen möglich.
Eine 3D- / 4D-Ultraschalluntersuchung ist keine Pflichtleistung der Krankenkasse und ist deshalb selber zu bezahlen. Die Kosten belaufen sich je nach Aufwand und technischer Durchführbarkeit zwischen Fr. 150.- (falls nur konventionelle 2D Bilder möglich) bis Fr. 350.- (für 3D Bilder und 4D Sequenzen inkl. Nachbearbeitung und Brennen auf CD oder neu Aufnahme der gesamten Untersuchung auf DVD).

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass wir beim 3D-Ultraschall unser Augenmerk auf photogene Bilder richten und nicht auf eine Missbildungsdiagnostik!

Selbstverständlich eignet sich unser hochauflösendes Ultraschallgerät auch für die Screeninguntersuchung zum Ausschluss einer kindlichen Missbildung. Diese Untersuchung ist zwischen 20 und 23 Schwangerschaftswochen eine Pflichtleistung der Krankenkasse und kann auf Wunsch auch bei fremden Patientinnen durchgeführt werden, sofern der eigene Frauenarzt / die eigene Frauenärztin oder die Hausärztin eine solche Untersuchung nicht selber durchführt. Falls die Missbildungsdiagnostik zur Zweitmeinung erfolgt und bereits durch den eigenen Arzt / die eigene Ärztin abgerechnet wurde, können die Kosten nicht ein zweites Mal z.H. der Krankenkasse verrechnet werden und sie sind deshalb selber zu bezahlen (Fr. 200.-)

Der Kaiserschnitt (Sectio caesarea)

Zu unseren befriedigendsten Aufgaben gehört die Geburtshilfe:
Auch wenn die Nacht der Tag des Geburtshelfers ist, fasziniert es immer wieder von neuem – manchmal durch Kaiserschnitt – einen jungen Erdenbürger auf die Welt zu bringen!

sectio

Heute wird ein Kaiserschnitt kaum mehr in Vollnarkose durchgeführt, sondern fast ausschliesslich in Regionalanästhesie (rückenmarksnahe örtliche Betäubung). Dank neuer Operationstechnik mit sanfter Eröffnung der Bauchdecken (kleinerer Schnitt, stumpfes Dehnen der Bauchdecke / Methode nach Misgav-Ladach) und falls möglich Verzicht auf Drainagen (Plastikschläuche zum Ableiten des Wundsekretes) kann die Patientin bereits am Operationstag aufstehen. Weil wir. Urinkatheter und Infusion bereits am ersten Tag nach der Operation entfernen, kann sich die Mutter sehr schnell wieder frei bewegen und ihr Kind betreuen.

Der Vater darf selbstverständlich im Operationssaal anwesend sein und seiner Frau beistehen. Nach der Entbindung wird das Kind kurz durch den Neonatologen (Kinderarzt) untersucht und anschliessend der Mutter auf die Brust gegeben. Somit wird die Mutter-Kind Beziehung kaum beeinträchtigt und die Freude über das gesunde Kind lässt den Kaiserschnitt rasch vergessen!